GRÜNER Setzpunkt: IAA muss Verkehrswende nachvollziehen und zur Internationalen Mobilitätsausstellung (IMA) werden (Pressemitteilung)

„Die diesjährige IAA hat überdeutlich gezeigt: Die Ausstellung muss aufpassen, nicht zu einer Dinosaurier-Messe zu werden. Sie braucht dringend eine Wende. Eine Verkehrswende hin zu einer Internationalen Mobilitätsausstellung“, so Mathias Wagner, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Landtag, anlässlich der heutigen Landtagsdebatte zu diesem Thema.

Die Absage vieler Hersteller, weniger Besucher als im Gründungsjahr 1951 und Zweifel an der Konzeption der Ausstellung – das alles seien deutliche Alarmsignale. Wagner: „Vor allem aber sollte den Messemachern zu denken geben, dass über 15.000 Menschen anlässlich der IAA für die Verkehrswende und gegen eine reine Fixierung auf das Auto auf die Straße gegangen sind. Für die IAA gilt wie für die Automobilindustrie insgesamt: Sie kann und muss eine große Zukunft haben, indem sie die Zeichen der Zeit erkennt und klimaschonende Mobilitätskonzepte präsentiert, die alle Verkehrsmittel in den Blick nimmt.“

Dabei sei es zu wenig, einfach den Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor zu ersetzen und ansonsten weiterzumachen wie zuvor. „Ein SUV mit Elektromotor ist keine Innovation. Es ist die Fortschreibung einer alten, allein auf das Auto fixierten Denkweise. An ihre Stelle muss die Verlagerung des Verkehrs auf Busse und Bahnen, die Förderung aller Verkehrsmittel und ihre Vernetzung treten. Es geht um Städte, in denen man gerne lebt und sicher zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist. Es geht um ein attraktives und preisgünstiges Angebot an Bussen und Bahnen. Es geht darum bequem und komfortabel von einem Verkehrsmittel auf das andere wechseln zu können.“

Auch in absehbare Zukunft seien viele Menschen – gerade auf dem Land – auf das Auto angewiesen. Gleichzeitig seien aber immer weniger Menschen – gerade in den Städten – bereit die negativen Auswirkungen des Autoverkehrs in Form von Lärm, Abgasen, klimaschädlichen CO2 und Flächenverbrauch hinzunehmen. „Die Menschen fragen zu Recht, ob Mobilität nicht auch anders, klüger und mit mehr Lebensqualität organisiert werden kann. Wenn eine künftige Internationale Mobilitätsausstellung diese Fragen und Antworten darauf in den Mittelpunkt stellt, ist mir um ihre Zukunft nicht bange.“

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